DIY // Kette mit Perlen fürs Sommeroutfit

Beim Wort Perlenkette muss ich ja immer sofort an Jurastudentinnen denken. Hallo, Klischee! Aber ich habe früher, im Studium, mit meiner Freundin (wir, die Geisteswissenschaftlerinnen) ab und an in einem anderen Uni-Gebäude Kaffee getrunken, weil der Kaffee da erstens besser und zweitens günstiger war. Der Nachteil: Das Gebäude beheimatete die Jura- und BWL-Studenten.
Während wir unsere Referate über Heinrich von Kleist oder das politische System Timbuktus also mit Folien und Overhead-Projektor visuell aufhübschten, saßen besagte Irgendwann-mal-Wirtschaftswissenschaftler mit ihren Laptops neben uns, verschmähten unseren heißgeliebten Filterkaffee und arbeiteten an Power-Point-Präsentationen (ich habe es übrigens tatsächlich geschafft, in meinem bisherigen Leben noch keine einzige angefertigt zu haben).
Die klassische Uniform der Jura-Studentinnen: Perlenketten und Twinsets. Würg.
Heute arbeite also mein Perlenketten-Trauma auf, indem ich selbst eine mache. Nur in weniger tussig.

Alle Sachen, die ich dafür brauchte, habe ich hier im Bastelladen bekommen - es geht also durchaus auch spontan, solltet ihr mal kurzfristig die passende Kette zu einem Outfit brauchen. Die "Perlen" gibt's ja in allen erdenklichen Farben, und ihr könnt die Gliederkette zum Beispiel auch in Gold oder Antikgold auswählen - wie es euch gefällt! (ha, ja, ich habe auch Anglistik studiert!)
Mir gefällt's auch gerade gut, wenn die einzelnen Teile nicht gleich lang sind, aber auch das könnt ihr handhaben, wie ihr wollt.


Und hier seht ihr, was ihr dazu braucht: Gliederkette, Zange, Nietstifte (da werden die Perlen aufgereiht, das obere Ende wird dann zu einer Öse gebogen), Ringel (die Öffnung kann per Zange ein bisschen vergrößert werden) und Perlen eurer Wahl. Von der Gliederkette, die viel zu lang war, habe ich kurze Stückchen abgeknipst und dann mit einem Ringel an die Kette geklemmt.
Natürlich könnt ihr auch noch viele weitere Einzelteile an die Kette hängen - ich wollte es in diesem Fall ein bisschen weniger üppig.



Wie gefällt euch die Kette? Und habt ihr auch schon mal Schmuck selbstgemacht? Erzählt mal!

Perlen-auf-dem-Teppich-suchende-Grüße
Becci

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My week // sunshine edition

Die Woche habe ich in unserem Büro in der Innenstadt gearbeitet statt im großen Druckhaus. Mal abgesehen von verrückten Unfällen (hallo, Vollmond!), über die ich schreiben musste, war's die perfekte Woche. Zwischendurch einfach mal rausgehen, ins Café setzen, durch die Fußgängerzone schlendern, die Sonne genießen - meine Begeisterung kann nur jemand nachvollziehen, der - wie ich sonst auch - im Industriegebiet arbeitet. Da, wo man sich schon über Unkraut in den Steinritzen freut, einfach weil's grün ist.
Der Nachteil: Ich habe viel mehr Geld ausgegeben als sonst. Diese Verlockungen! Die Schuhe auf dem Foto haben zum Beispiel ganz klar meinen Namen gerufen. Erst leise und schüchtern, dann immer lauter. Joa, aber hey, sie waren runtergesetzt!
 
 
Ich wünsche euch eine tolle neue Woche!
 
Die-Füße-ins-Eiswasser-haltende-Grüße
Becci
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Books || Liebe auf den ersten Stich - Nähen lernen mit Tilly

Mich hat das Nähfieber gepackt. Eigentlich sollte ich für eine Freundin ja nur ein einfaches Kissen nähen (viel mehr habe ich mir bisher nämlich nicht zugetraut). Und dann konnte ich gar nicht mehr genug kriegen vom Rattern der Nähmaschine.
Also bin ich bei Facebook erst mal Unmengen von Nähgruppen beigetreten, um mir die Kleider, Röcke, Jeans (!) & Co. neidisch, sehnsüchtig, aber vor allem frustriert anzuschauen. Merke: Klein anfangen ist besser fürs Gemüt.


An dieser Stelle kommt Selmin von Tweed & Greet (so ein toller Blogname!) ins Spiel, der ich begeistert auch bei Instagram und Snapchat folge. Sie ist ein großer Fan der englischen Näh-Ikone Tilly Walnes (Tilly & the Buttons) und hat sie vor kurzem sogar persönlich in London getroffen!
 
Ich habe mir also prompt Tillys Buch "Liebe auf den ersten Stich*" bestellt, das wie ich finde super aufgebaut ist: vom einfachen Haarband für Anfänger wie mich bis zum Kleid für Fortgeschrittene. Pädagogisch ziemlich wertvoll also. Und damit wären wir bei meinem Langzeit-Vorhaben: Alle Projekte in Tillys Buch nach und nach umsetzen. Beim Haarband hat es schon mal ziemlich gut funktioniert - ich habe dafür sogar von männlichen (!) Kollegen Komplimente bekommen. It's magic!
 
Als Nächstes ist eine (lange) Pyjamahose dran. Mangels Modelqualitäten kann ich noch kein Foto am lebenden Objekt versprechen. Mal sehen, ob ich's zumindest versuche...
 
Habt ihr gute Nähprojekte für Anfänger? Dann schreibt mir eure Tipps gerne in die Kommentare!
 
Das-Maßband-zückende-Grüße
Becci
 
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