Elf Snacks müsst ihr sein! Leckeres zur Fußball-WM. Heute: Käse-Knoten aus Pizzateig

Fußball ohne Floskeln - für mich undenkbar! Und obwohl ich euch hier mit meinen beruflichen Aktivitäten zumeist verschone, müsst ihr da während der Fußball-Weltmeisterschaft durch. Sorry! 
Weil nach dem Spiel vor dem Spiel ist, ist nach der Einladung auch vor der Einladung - und schließlich nach dem Snack auch vor dem Snack. Olé olé!



Bis zum Ende der WM werde ich euch hier also süße und herzhafte Rezepte präsentieren, die perfekt zum Rudelgucken passen: Sie können bequem mit einer Hand gegessen werden (denn in der anderen steckt ja das gut gekühlte Pils), sind ratzfatz gemacht, kosten nicht die Welt und finden mit Sicherheit reißenden Absatz.


Zum Anpfiff gibt's heute Käse-Knoten aus Pizzateig, die Collage unten zeigt euch die einzelnen Arbeitsschritte. Eine Lage Pizzateig aus dem Kühlregal in Streifen schneiden, die Streifen zu Knoten formen (keine Angst, der erste sah auch bei mir nicht besonders schön aus). Ein halbes Päckchen Butter oder Margarine schmelzen lassen, und dort Oregano - gerne auch frischen Basilikum -, Knoblauch (nach Wahl) und geraspelten Parmesan oder Pecorino untermischen. Nehmt ruhig ein ordentliches Stück Käse! Die Masse dann noch salzen und pfeffern. Die Knoten gründlich mit der Butter & Co. einpinseln und bei 180°C in den Ofen schieben. Ihr lasst die Käse-Knoten so lange im Backofen, bis sie schön braun sind, bei mir hat das etwa 25 Minuten gedauert. Wichtig: Zwischendurch immer wieder bepinseln, so werden sie schön saftig und aromatisch.



Ich wünsche guten Appetit, spannende Spiele und denkt immer an Lothar M.:
Wir dürfen den Sand jetzt nicht in den Kopf stecken!

Dribbelnde Grüße
Becci

Bezugsquellen:
Schwarz-weiße Schüssel: Indiska 
(allerdings nicht aktuell, habe sie vor ein paar Jahren in Schweden gekauft)
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Urlaubsgefühl deluxe - Souvenirs aus Frankreich

Was wäre das Leben ohne Erinnerungen? Ich liebe es, aus dem Urlaub zurückzukommen, den Koffer erst langsam auszupacken und Tage später noch Sand in Schuhen, zwischen Bücherseiten und im Deckel der Sonnencreme zu finden. Ich liebe es, mich durch Hunderte (ach, was sag ich...) Fotos zu klicken, jeweils mindestens 20 vom selben Motiv, und stundenlang zu grübeln, welche Fotos des gleichen Motivs ich jetzt lösche (und dann bleiben immer noch ewig viele fast gleiche Fotos übrig). Ich liebe es, meine Bräune im Spiegel zu bewundern (oder sie mir zumindest einzubilden). Ich liebe es, Rezepte zu den Gerichten herauszusuchen, die im Urlaub soooo gut waren, auch wenn ich weiß, dass sie zu Hause niemals so gut schmecken werden. Ich liebe es, die Postkarte aus dem Briefkasten zu fischen, die ich mir in jedem Urlaub selbst schicke, weil ich es toll finde, dass mich etwas aus dem Urlaub erreicht, wenn ich schon längst wieder zurück im Alltag bin. 


Und ich liebe es, mir immer und immer wieder meine Urlaubs-Souvenirs anzugucken, und sie langsam, gaaaanz langsam aufzubrauchen. Heute will ich euch zeigen, was ich aus Frankreich mitgebracht habe:


  1. Fleur de Sel, ein Muss, wenn man in der Camargue ist und die Salinen dort selbst schon gesehen hat. Lustigerweise hatte ich das Salz hier schon mal im Supermarkt gekauft. Jetzt weiß ich endlich, wo es herkommt. 
  2. Biscuits Rose de Reims: Die habe ich vor allem wegen des hübschen Namens und der schönen Farbe gekauft, wenn ich ehrlich bin. Geschmacklich können sie da nicht ganz mithalten. Sie schmecken wie Löffelbiskuits - nicht mehr, nicht weniger. Vera hat hier zum Beispiel mal gezeigt, dass sie optisch aber sehr viel hermachen.
  3. Olivenöl mit Mandarinen-Geschmack und einem Hauch Basilikum - so liebe ich meinen Salat!
  4. Auch eher wegen der Farbe gekauft: ein Rosensirup. Macht sich bestimmt gut im Sekt (so wie sich eben fast alles gut im Sekt macht). Vielleicht gibt's hier demnächst mal das erste Rezept für ein Getränk...
  5. Die französische Stadt Marseille ist berühmt für ihre Seife (savon de Marseille). Diese fünf hübschen Exemplare habe ich in einem Geschäft in Aigues-Mortes gekauft (und zwar nicht NUR wegen der Farbe, ha!). Geballt sind die verschiedenen Düfte zwar gewöhnungsbedürftig (mein Koffer riecht nach einer Mischung aus Himbeere und Algen, aber hey: Auch das sind Erinnerungen).
  6. Leicht überteuerte, aber sehr wohlaussehende und -schmeckende Süßigkeit, die es dort unten an jeder Ecke zu kaufen gibt. Ich weiß leider nicht genau, wie sie heißt, es steht arc en ciel drauf, was aber nichts anderes als Regenbogen bedeutet. Verbreiteter sind sie allerdings in Weiß - und dann macht der Name Regenbogen ja wenig Sinn.
  7. Zu guter Letzt hat noch ein wenig Kosmetik von Bioderma Platz in meinem Koffer gefunden. Da sie pro Artikel 2 bis 3 Euro günstiger war, als wenn ich sie bei Amazon bestellt hätte (was ich schon mal getan habe), hat sich das doch gelohnt! 










Was sind denn eure Lieblings-Urlaubs-Mitbringsel? Oder könnt ihr damit gar nichts anfangen?

Bisous
Becci


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Essen wie Gott in Frankreich I - Herzhafte Köstlichkeiten

Eben noch am Strand, jetzt schon wieder zum WM-Spätdienst im Büro. Eben noch tarte au citron, moules gratinées und assiette de fromage, jetzt Pizzaservice. Der Übergang vom Urlaub zum Alltag kann ziemlich hart sein. 
Besonders dann, wenn man in Frankreich war - und ich finde, man muss in Italien und Frankreich gewesen sein, um zu wissen, was Essen alles sein kann. Türöffner, Trost, Traum, Vorfreude, Versprechen, Verständnis - ihr merkt, ich bin ein bisschen besessen vom Essen ;-)
Ich bin zutiefst und absolut davon überzeugt, dass Menschen, die ein Essen nicht genießen können, auch sonst nicht viel von Genuss verstehen. Mir sind Menschen immer suspekt gewesen, für die Essen nur Mittel zum Zweck, nämlich Sattwerden ist - zumindest Menschen wie ich, die genug zu essen haben. 


Was man in Südfrankreich (insbesondere in der Provence) unbedingt gesehen haben muss, ist ein Markt. Die gibt es in fast jedem Ort. Die Fotos sind in Aigues-Mortes entstanden, ein bezauberndes kleines Städtchen in der Camargue. Sagt doch, dass ich spinne, egal. Aber: Auf solchen Märkten sind die Tomaten saftiger, die Zucchini bunter, das Obst süßer, und überhaupt ist alles knackiger (die charmanten Verkäufer inbegriffen, hihi). 


Ihr könnt euch vorstellen: Ich bin im Tomatenparadies gelandet. Diese dunklen Tomaten oben rechts im Bild - köstlich! Selbst ohne Salz und Pfeffer, und das sage ich. Ich, die Tomaten sonst NIE nackig isst.


Der Markt bietet alles, was es für ein fantastisch-französisches Mittagessen braucht: knuspriges Baguette, aromatische Tomaten, den leckersten Käse, riesige Oliven und Tapenade, die wenig fotogene (siehe unten), aber unfassbar leckere Olivenpaste.

Und wenn dann alles eingekauft ist, die nächste Parkbank ansteuern und zur Picknickzone erklären. Wer in der prallen Sonne vom Wein nicht gleich total betrunken wird (im Gegensatz zu mir), der trinkt dazu stilecht ein Gläschen Rosé. Sprudel aus der Dose mutet in diesem Ambiente aber auch schon königlich an, kann ich euch sagen! Dann die Augen schließen, genießen und leben wie Gott in Frankreich.


Na, wer hat jetzt Hunger? :)

Bisous,
Becci
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