100 Tage Glück - die 100HappyDays-Challenge

Dankbarkeit macht glücklich, sagen sie. Aber manchmal ist es verdammt schwer, in dem ganzen Wust aus Alltagsärger, Wehwehchen und doofen Gefühlen etwas zu finden, wofür man dankbar sein kann. Gesundheit, ein Dach über dem Kopf und ein voller Kühlschrank sind echt gute Gründe für Dankbarkeit. Leider aber auch für Selbstverständlichkeit, auch wenn es nicht selbstverständlich ist.

Auch wenn's jetzt esoterischer klingt, als es soll: Manchmal läuft einem genau das über den Weg, was man gerade am dringendsten braucht. So ging es mir heute Morgen - ein langer Arbeitstag vor der Nase, Kopfschmerzen, Schmuddelwetter, Selbstmitleid. Das volle Programm.

Bei meiner morgendlichen Blogrunde fiel mir dieser Beitrag von A beautiful mess ins Auge. Dort wird die 100HappyDays-Challenge vorgestellt. Jeden Tag, 100 Tage lang, wird dabei etwas fotografiert, was - mich ganz persönlich - glücklich macht. Das kann das ganz große, bombastische, lebensverändernde Glück sein. Oder aber das ganz kleine, zarte, das sonst vielleicht gar nicht wahrgenommen wird.

Ich finde die Idee toll, ich glaube, das ist genau das, was ich gerade brauche: Meine tägliche Erinnerung, mit wie viel Glück ich jeden Tag gesegnet bin, ohne dass ich es bewusst wahrnehme. 
Und als die Kopfschmerztablette langsam wirkte, ein schüchterner Sonnenstrahl aus dem grauen Einerlei hervorlugte und ich einfach keine Lust mehr hatte auf Selbstmitleid, fiel mir das Sushi ein, das im Kühlschrank noch auf mich wartete. Das wollte ich mir eigentlich für heute Abend aufheben, zum Tatort-Gucken. 

Ich habe ein zweites Frühstück daraus gemacht. Dekadenz? Pah, pures Glück! 



Und deshalb ist das mein erstes Foto meiner 100HappyDays-Challenge. Es ist nur ein Handyfoto und qualitativ vielleicht nicht so gut wie sonst. Aber sei's drum: Unperfektsein macht auch glücklich!

Wie es weitergeht, könnt ihr bei Instagram, Twitter oder Facebook verfolgen. Was ist mit euch? Macht ihr vielleicht auch mit? Und hat jemand eine Idee, was ich nun heute Abend zum Tatort essen kann? ;-)

Heute-mal-nachdenkliche-Grüße
Eure Becci
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// Rezept // Her mit den kleinen Amerikanern! Ein leckeres und süßes Stück Kindheit

Habt ihr euch als Kind auch immer die Nase an der Bäckereischeibe plattgedrückt (damals konnte ich ja nicht ahnen, wie blöd die Abdrücke auf dem Glas sind, wenn man erwachsen ist und sie wegmachen muss)? Besonders verlockend fand ich immer Amerikaner, richtig dick mit Zuckerguss bestrichen. Und wenn dann noch Smarties darauf verteilt waren...


Deshalb habe ich frühlingshafte Amerikaner (ohne Smarties, die passten nicht ins Farbkonzept ;-)) gebacken, und zwar nach diesem Rezept. Die Mengen reichen für acht etwas größere oder 12 kleinere Amerikaner. 

100g Margarine
100g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
2 Eier
1 Päckchen Vanillepuddingpulver
4 EL Milch
3 TL Backpulver
250g Mehl


Alles zu einem Teig verrühren und Teigkleckse aufs Backblech geben. Das sieht erst mal nicht so schön aus, aber sie zerlaufen ein wenig und sind am Ende - mit ein bisschen Glück - sogar rund. Gebacken werden die Amerikaner-Kleckse 15 Minuten bei 200°C.

Zur Verzierung gibt's Zuckerguss aus Puderzucker und Zitronensaft, einen Teil davon habe ich mit roter, flüssiger Lebensmittelfarbe eingefärbt, damit er rosa wird (aber nur ein winziges Tröpfchen, das reicht!)



Außerdem passen Himbeeren und Mändelblättchen als Dekoration gut, schaut mal auf den Titel der aktuellen Lecker - die Verzierung des Kuchens hat mich dazu inspiriert, auf den Amerikanern eine Art Blume zu legen. Endlich wieder (bezahlbare) Himbeeren - mein Lieblingsobst! Möglicherweise muss ich nun bis Ende September Himbeeren auf jedes Foto schmuggeln, damit ich sie mir im nächsten Winter dann wieder schmachtend angucken kann. Ihr versteht das sicher...


Und jetzt mache ich richtig einen drauf - ich habe noch 7 Himbeeren (plus zwei zermatschte) im Kühlschrank und muss heute nicht arbeiten. Es wird ein Fest, eine Himbeer-Orgie sozusagen! ;-)

Bezugsquellen:
Porzellanschälchen: Westwing (gab's im Winter)
Stoff: auf irgendeinem Stoffmarkt erstanden

Himbeeren-auf-die-Fingerkuppen-steckende-Grüße
Eure Becci
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Into Spring // Gold, rosa, apricot, schwarz - Tischdeko im Frühling


Bei dem Wetter gerade bin ich mir ja gar nicht sicher, ob das hier überhaupt jemand liest, oder ob ihr nicht alle draußen in der Sonne seid (wer könnte es euch verübeln...). Womit wir auch schon beim Thema wären: Ich wurde gefragt, ob ich bei der Aktion "Into Spring - mit Bloggern durch den März" mitmachen will. Gestern hat Moppi ein frühlingshaftes Outfit gezeigt, heute gibt's beim mir eine farbenfrohe, frühlingshafte und blumige Tischdeko.



Da der Hintergrund ein dunkler Tisch ist, dürfen ruhig ein paar knallige Farben drauf - Frühlingszeit ist für mich Farbenzeit. Meine Grundidee fürs Farbschema waren rosa, apricot und schwarz. Hinzu kamen dann pinkfarbene Anemonen und Ranunkeln. Und dann schwirrte mir noch etwas Goldenes im Kopf herum, das ich in goldenen Polka Dots verwirklichte. Das passte auch gut zum Formschema - Kreise, Halbkreise und Dreiecke. Seht ihr diese Pyramiden? Die habe ich aus Tonpapier gebastelt, die goldenden Punkte kamen in Form von Girlanden an die Wand, auf die (sonst eigentlich stinknormalen) Gläser und die Teller. Für mich hat Gold nämlich nicht unbedingt nur was mit Weihnachten zu tun. Mir gefällt es, diese Farben damit zu kombinieren, und es hat immer noch etwas frühlingshaft Leichtes. Und wenn sich dann noch die Sonne in der Goldfolie spiegelt... Ein Hach-Moment!



Auch die Servietten zeigen geografische Muster, ich habe sie in einer Ruck-Zuck-Aktion innerhalb von 30 Minuten selbstgenäht. 
Die Blumen habe ich einfach in kleine, unterschiedliche Vasen gesteckt. Außerdem mag ich es, Hyazinthen oder Narzissen in Gefäße umzusiedeln, die ursprünglich gar nicht dafür gedacht waren - zum Beispiel den Becher von Arne Jacobsen oder den grauen Teelichthalter.


Auf den Tellern liegen als Begrüßungssnack Macarons. Selbstgemachte (und jetzt alle: Boah!). Ein erster Versuch, der nicht unbedingt als misslungen, aber bei weitem auch nicht als perfekt bezeichnet werden darf. Aber hey, sie waren essbar - das ist für mich erst mal das Wichtigste!

In den kommenden Tagen werde ich noch ausführlicher in einzelnen Beiträgen auf die Blumendeko, Servietten, Girlanden und Geschirraufhübschung eingehen. Dann erkläre ich euch, was genau ich da so gemacht habe.

Morgen ist bei der "Into-Spring"-Aktion übrigens The Muffintop-less an der Reihe. Schaut mal vorbei!

Sich-von-einer-Wurzelbehandlung-erholende-Grüße
Eure Becci
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